10. NeuroForum Frankfurt
„Die Nase schläft nie“
„Das verführte Gehirn: Wie Gerüche unser Fühlen und Handeln beeinflussen“ war der Titel des NeuroForums Frankfurt, das am 22. April zum zehnten Mal stattfand. Die rund 550 Gäste im Hermann Josef Abs Saal hörten zunächst den Einführungsvortrag von Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, Geruchsforscher der Ruhr-Universität Bochum: „Die Physiologie des Riechens: Vom Molekül bis zur Wahrnehmung“. Prof. Hatt machte deutlich, dass Riechen keineswegs nur an die Riechzellen der Nase gekoppelt ist. Vielmehr gibt es auch olfaktorische Rezeptoren außerhalb der Nase, beispielsweise auf der Haut, im Gehirn – und auf Spermien. So reagieren Spermien auf Maiglöckchenduft und folgen ihm bis zu seiner Quelle, dem Eierstock.
Auf den Vortrag folgte ein Podiumsgespräch mit Prof. Hatt, der Kulturanthropolgin Dr. habil. Ingelore Ebberfeld und dem Parfumeur Hubert Smyrek. Dabei ging es um die Bedeutung von Gerüchen bei der Partnerwahl ebenso wie um Marketing mithilfe von Düften und darum, wie Düfte unsere Trauminhalte beeinflussen können – denn die Nase schläft nie. Gert Scobel moderierte das Podiumsgespräch, das Ende April auf 3sat in der Sendung „scobel“ ausgestrahlt wurde.


