Neurowissenschaften

Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)

Die Hertie-Stiftung baut ihr Engagement für das HIH aus und stellt dem Tübinger Institut weitere 6,5 Mio. € zur Verfügung. Die neuen Mittel fließen in die Einrichtung zweier weiterer Abteilungen, von denen eine bereits ihre Arbeit aufgenommen hat: Seit November 2009 leitet Prof. Dr. Holger Lerche die neue Abteilung für „Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie“. Mit der Epileptologie erweitert das HIH sein Forschungsspektrum um eine weitere neurologische Erkrankung; die Ausrichtung der sechsten Abteilung ist noch offen.

Bislang verfügte das HIH über die vier Abteilungen „Allgemeine Neurologie“, „Kognitive Neurologie“, „Neurodegenerative Erkrankungen“ sowie „Zellbiologie neurologischer Erkrankungen“. Die Forschungsschwerpunkte dieser Abteilungen liegen insbesondere auf neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson sowie auf neurokognitiven Störungen.

Mit dem verstärkten Engagement für das HIH möchte die Hertie- Stiftung die außereuropäische Konkurrenzfähigkeit des Instituts und die dauerhafte internationale Etablierung unter den führenden neurologischen Forschungsinstituten sichern. In Deutschland und Europa nimmt das HIH bereits eine Spitzenstellung ein: Es ist das leistungsstärkste Forschungsinstitut für neurologische Erkrankungen und gehört gemessen an den Impact-Faktoren zu den drei führenden Einrichtungen für klinische Hirnforschung in Europa.

Und noch eine erfreuliche Neuigkeit aus dem HIH: Prof. Dr. Thomas Gasser, Leiter der Abteilung „Neurodegenerative Erkrankungen“, ist das einzige Mitglied aus Deutschland im neuen „Joint Programme in Neurodegenerative Diseases“ der Europäischen Union. Seit Anfang Mai steht er dessen „Scientific Advisory Board“ vor.