Horizonte
Neues Lehramtsstipendium für Migranten
Mit ihrem Stipendienprogramm "Horizonte" beschreitet das Stipendiatenwerk der Hertie-Stiftung neue Wege.
Vier Lehramtsstudierende der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und drei Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst an Schulen im Rhein-Main-Gebiet wurden für den ersten Jahrgang des Programms ausgewählt.
Die frischgebackenen "Horizonte"-Stipendiaten wurden im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 6. Mai in das Stipendiatenwerk der Hertie-Stiftung aufgenommen. Sie oder ihre Eltern wurden in Algerien, im Iran, in Italien, Korea, Rumänien oder der Türkei geboren. Das zweijährige Stipendium bietet ihnen nun neben finanzieller Unterstützung – Studierende erhalten ein Vollstipendium in Höhe von 7.800 € jährlich, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ein Bildungsgeld von bis zu 2.000 € im Jahr – auch eine umfassende ideelle Förderung.
Ziel des Stipendiums, das die Hertie-Stiftung in Kooperation mit der Universität Frankfurt und dem Hessischen Kultusministerium gestaltet, ist es, ein Stück gesellschaftliche Normalität in die Klassen hineinzutragen – ein Drittel der Erstklässler hat schon heute Migrationshintergrund, aber nicht einmal ein Prozent der Lehrkräfte.
"Horizonte" ist ein Modell, das in andere Ballungsräume übertragen werden soll. Am Pilotstandort Frankfurt stellt die Stiftung für das Programm rund 690.000 € für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren zur Verfügung. Im Schnitt werden fünf neue Stipendiaten jährlich aufgenommen. In diesem Jahr findet eine zweite Auswahl allerdings bereits im Herbst statt.


