Tsunami-Hilfe

Wiederaufbau von Vorschulen auf der Inselgruppe Andaman und Nicobar Islands, Indien

Der Tsunami im Indischen Ozean vom 26. Dezember 2004 verursachte auch auf der zu Indien gehörenden Inselgruppe der Andaman und Nicobar Islands gigantische Schäden. Über 7000 Menschen kamen ums Leben und ein Großteil der Infrastruktur wurde zerstört, darunter auch die Schulen und Krankenstationen.

Die Bernhard van Leer Foundation lancierte hier in Zusammenarbeit mit der Voluntary Health Association of India (VHAI) unverzüglich ein Programm für Wiederaufbauhilfe, für das 1 Mio. € zur Verfügung gestellt werden sollte.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung unterstützte diese Arbeit mit einer Summe von 100.000 €. Mit diesem Geld wurden Kindertagesstätten, die sogenannten Integrated Child Development Services-Zentren (ICDS), wieder aufgebaut und mit Möbeln sowie Lernmaterialien ausgestattet. Schwerpunkte der Hilfsleistungen waren darüber hinaus die Fortbildung von Erziehern und Lehrkräften, die Gewährung medizinischer Betreuung und die psychologische Begleitung zur Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse.

Mittlerweile konnten dank des Projekts sieben Kindertagesstätten wieder errichtet werden, die jeweils 30 Kindern im Alter zwischen ein und sechs Jahren Platz bieten. Ihre Öffnungszeiten richten sich nach den Arbeitszeiten der Eltern, so dass diese für den Lebensunterhalt der Familie sorgen können, ohne die Kinder vernachlässigen zu müssen. Die Kindertagesstätten bieten psychosoziale Betreuung und ärztliche Versorgung, zusätzlich werden Mütter und Kinder hier unterrichtet.