inims eröffnet
Neues Institut für Multiple-Sklerose-Forschung eröffnet
Mit einer feierlichen Veranstaltung wurde am 6. Juli das „Institut für Neuroimmunologie und Klinische Multiple- Sklerose-Forschung“ (inims) im Zentrum für Molekulare Neurobiologie am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg eröffnet. Das neue Institut ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen dem UKE und der Hertie-Stiftung.
Ziel des inims ist es, neue Therapien für alle Stadien und Verlaufsformen der multiplen Sklerose zu entwickeln. Geleitet wird das Institut von Prof. Dr. Roland Martin, der bis 2005 in den USA Direktor der „Cellular Immunology Section“ der renommierten National Institutes of Health war. Der Hertie-Stiftung ist es über eine Stiftungsprofessur gelungen, ihn zurück nach Deutschland zu holen.
Das UKE hatte in einem bundesweiten Wettbewerb der Hertie-Stiftung unter sieben Bewerbern den Zuschlag für die bereitgestellten 1,25 Mio. € Fördermittel der Stiftung erhalten und selbst zehn Personalstellen plus drei Mio. € beigesteuert. Das inims soll MS-Erkrankten einen optimalen Zugang zu bewährten, neuen und experimentellen Diagnose- und Therapieverfahren bieten und – noch wichtiger – neue Therapien entwickeln. Das Forscherteam beschäftigt sich mit den Ursachen der MS, der Frage, welche Zellen des Immunsystems und des Nervensystems für die im Gehirn entstehenden entzündlichen Herde verantwortlich sind, und insbesondere mit der Entwicklung neuer Behandlungsformen. Patientenversorgung, klinische Forschung und Grundlagenforschung werden dabei optimal vernetzt: Die Patientenversorgung findet in Kooperation mit der Klinik für Neurologie auf dem UKE-Gelände statt.
Als Inhaber der Stiftungsprofessur ist Prof. Martin Institutsdirektor am Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH) und zugleich Leiter einer MS-Einheit in der Klinik für Neurologie. Damit wird die bereits seit 1995 am UKE bestehende MS-Sprechstunde gestärkt. Zudem wurde im Frühjahr 2007 die erste MSTagesklinik Deutschlands eingerichtet, in der Behandlungen und Untersuchungen ambulant durchgeführt werden können.


